Zu sechst brechen wir auf in Richtung Romsdalen. Die Region ist bis jetzt noch fast unberührt in Sachen Eisklettern. Wir haben also die Qual der Wahl, überall warten Erstbegehungsmöglichkeiten auf uns. In einem Seitental haben Rudi Hauser und Kurt Astner eine völlig abgefahrene Linie über wild geformte Zapfen entdeckt. Um die fragilen Eisstrukturen nicht zu zerstören, warten sie einen Tag bis ich dabei sein kann um zu fotografieren.
Dani Arnold gibt mal wieder alles. Bei unserem Trip nach Norwegen versucht sich Dani an The Hurting XI/11. Im On Sight stürzt er wenige Zentimeter vor meiner Linse am letzten Hook in die zweifelhaften Sicherungen. Dann ist erst einmal Ruhe. Alles hat gehalten, aber die Nerven liegen für heute blank. Zwei Tage später gelingt Dani dann der Durchstieg.
Allein der Name Indian Creek sorgt bei Kletterern für feuchte Hände. Grund genug für uns diesem Gebiet einen Besuch abzustatten. Viel Tape, eine gewisse Schmerztoleranz und der nicht zu bändigende Wille den Stand zu erreichen sind hier nötig. Dafür gibt es wunderbare Menschen, mit einer erfrischend anderen Einstellung zum Sport als in den meisten Klettergebieten.
Wieder einmal war ich mit Valery Rozov unterwegs. Er sprang vom Grand Pilier d’Angle und fand damit als erster Mensch überhaupt einen Exit auf der Südseite des Mont Blanc. Für mich sind die Freundschaften, die sich über die Jahre bei derartigen Projekten entwickeln, mindestens genauso wichtig wie die entstandenen Bilder.
Kleine aber feine Ausstellung über alle Facetten des Bergsports.
Vom 5. Juli – 13. August 2011 im Dorfmuseum Schlossweid, Ringgenberg.
Geöffnet jeweils Mittwoch und Freitag von 19.00 – 21.00 Uhr.
10-seitiger Bericht über unsere Antarktis-Expedition in der Ausgabe 01/2011 des Red Bulletin. Weblink zur Online-Ausgabe.
Nach einer katastrophalen Nacht, blieb uns 150m unter dem Gipfel nichts als der Rückzug. Irgendwann wird umkehren überlebenswichtig am Berg.
Die Expedition mit Ines Papert war dennoch eine wunderschöne Reise in ein neues, mir bislang unbekanntes Land.
Ein mehrtägiges Schönwetterfenster in Patagonien zu erwischen, ist schon fast wie ein Lotto-Sechser. Die Ersten zu sein, welche im Winter auf dem Gipfel des Torre Eggers stehen dürfen, kann man in keiner Lotterie gewinnen.
Das Glücksgefühl darüber, ist dafür umso intensiver und anhaltender.